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Warum müssen wir beim Zwiebel schneiden weinen?

Die Zwiebel ist eine der vielseitigsten Gemüsesorten überhaupt. Trotzdem gibt es beim Kochen mit Zwiebeln immer ein Problem: Das Schneiden.

Warum müssen wir beim Zwiebel schneiden immer weinen?

Zwei Inhaltsstoffe der Zwiebel sind letztendlich für die Tränen verantwortlich. In den Zellwänden der Zwiebel befindet sich eine Aminosäure, das so genannte Iso-Alliin. In der Zelle selber befindet sich ein Enzym mit dem Namen Alliinase. Normalerweise kommen diese beiden Stoffe nicht in Kontakt mit einander. Wenn die Zellen allerdings zerstört werden, was z.B. beim Schneiden der Zwiebel der Fall ist, treten die beiden Substanzen in Kontakt und die Alliinase spaltet das Iso- Alliin in kleinere Teile. Es entsteht ein schwefelhaltiges Reizgas, das bei Kontakt mit Wasser sehr geringe Mengen an Schwefelsäure bildet. Das Wasser liefert in unserem Fall die Tränenflüssigkeit, die unsere Augen immer bedeckt. Unsere sehr empfindlichen Augen reagieren gereizt auf die Säure und als Abwehrreaktion wird mehr Tränenflüssigkeit produziert, um die Säure aus dem Auge raus zu spülen. Der Effekt: wir weinen.

Das klingt jetzt alles nicht sehr gesund, ist aber auch bei einer größeren Anzahl an geschnittenen Zwiebeln völlig harmlos und ungefährlich.

Die Natur hat sich aber dabei natürlich auch etwas gedacht: Das Reizgas soll potenzielle „Fressfeinde“ der Zwiebel, wie Wühlmäuse oder Ratten fern halten.

Gegen das Weinen hilft übrigens tatsächlich nur die Zwiebel möglichst weit von den Augen entfernt zu schneiden und sich vor allem nicht darüber zu beugen, da das Gas nach oben steigt.

Also lasst euch beim Kochen nicht aufhalten. Zwiebeln sind gesund und lecker 😉

Die Ozonschicht – Wie kann sie uns schützen?

Die Ozonschicht – Jeder hat schon einmal davon gehört und  auch oft, dass sie gut für uns ist bzw. ein Ozonloch sich negativ für uns auswirkt. Doch was ist Ozon überhaupt und was bewirkt es, dass seine Abwesenheit so gefährlich für uns sein kann?

Ozon ist erst einmal ein Molekül aus drei Sauerstoff Atomen (O3). Der normale Sauerstoff, den wir zum atmen brauch besteht nur aus zwei Atomen (O2). Grundsätzlich ist Ozon eher gesundheitsgefährdend. Es reizt Augen und Atemwege und ist somit in höheren Konzentrationen zu vermeiden. Die Ozonschicht, von der oft die Rede ist und in der eine erhöhte Ozonkonzentration vorliegt, befindet sich allerdings in etwa 15- 25 km Höhe, so dass sie für uns keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen kann.

Viele haben vielleicht schon einmal gehört, dass das Ozon uns vor gefährlicher UV- Strahlung schützt. Das stimmt, denn Ozon wird gebildet, indem ein „normales“ Sauerstoffmolekül (O2) durch energiereiche ultraviolette Strahlung (UV) gespaltet wird. Es entstehen also zwei einzelne Sauerstoffatome (O). Jedes dieser beiden O- Atome kann sich nun an ein anderes O2– Molekül anheften. Ein Ozon- Molekül entsteht (O3). Genauso kann es aber auch sein, dass die UV- Strahlung auf ein Ozon- Molekül trifft. Auch hier wird ein einzelnes Sauerstoffatom ab gespaltet und es entsteht ein O- Atom und ein O2– Molekül . Das frei gewordene Sauerstoffatom verbindet sich wieder mit einem anderen Sauerstoffmolekül (O2) zu einem Ozon- Molekül.

Ozon kann also durch UV- Strahlung zerstört, aber eben auch indirekt wieder gebildet werden. Die UV- Strahlung, die in der Ozonschicht zur Spaltung und Bildung von Ozon beiträgt, kann schon nicht mehr bis zu uns auf die Erde gelangen. Und auf diese Weise schützt uns das Ozon vor gesundheitsschädlicher und teilweise Krebserregender UV- Strahlung.

Natürlich gelangt immer noch ein Teil des UV- Lichts bis zu uns auf die Erdoberfläche und aus diesem Grund kann Ozon auch dort gebildet werden. Deswegen ist an Tagen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung oft die Rede von hohen Ozon Werten. Das kann sich im Extremfall durch gereizte Augen bemerkbar machen. Im Normalfall merken wir aber nichts davon.

Das viel diskutierte Ozon- Loch befindet sich übrigens über der Antarktis, also dem Südpol. Ausläufer gelangen allerdings teilweise bis nach Australien oder Südamerika, wodurch die UV- Strahlung dort extrem hohe Werte erreichen kann.

Wissenschaftlern zufolge, konnte allerdings schon ein Rückgang des Ozonloches festgestellt werden. Das liegt vor allem daran, dass der Ausstoß Ozonschädigender Halogene (v.a. Fluor, Chlor, Brom) reduziert, und in bestimmten Bereichen sogar verboten wurde.