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Wie entstehen Kondensstreifen?

Achtung Spoileralarm: Nein Kondensstreifen sind keine Chemtrails!!!

Auch wenn sich diese Verschwörungstheorie hartnäckig hält, haben Kondensstreifen in keinster Weise etwas mit dem absichtlichen Versprühen von irgendwelchen Chemikalien zu tun. Aber wie genau entstehen sie dann und warum können sie so unterschiedlich aussehen?

Bei der Verbrennung von Kerosin in den Triebwerken eines Flugzeugs entsteht hauptsächlich Wasserdampf und CO2. Da Kerosin aber ähnlich wie Benzin oder Diesel kein Reinstoff ist, sondern aus vielen verschiedenen Substanzen besteht, entstehen durch die unsaubere Verbrennung einzelner Bestandteile auch Rußpartikel. Feinste Wasserdampfteilchen sind erst einmal unsichtbar. Die Rußpartikel dienen allerdings als Anlagerungsstellen für den Wasserdampf, der dort bei den in der Flughöhe herrschenden Temperaturen kondensiert. Man spricht von Kondensationskeimen. Natürlich lagert sich nicht nur ein Wasserteilchen an ein Rußpartikel. In sehr kurzer Zeit bilden sich Tropfen große Ansammlungen, die bei den dort herrschenden Temperaturen in der Regel gleich zu Kristallen gefrieren. Sobald die Gebilde eine gewisse Größe erreicht haben wird an ihnen das Licht so stark gestreut, dass es für uns weiß erscheint (vgl.“Warum sind Wolken weiß„). Dadurch, dass die Triebwerke konstant laufen, können dann die bekannten Kondensstreifen hinter den Flugzeugen entstehen.

Wie lang sich ein Kondensstreifen hält oder auch ob überhaupt einer entsteht ist von der Luft abhängig, durch die das Flugzeug gerade fliegt. Ausschlaggebend ist vor allem die dort vorherrschende Luftfeuchtigkeit. Ist die Luft zu trocken, lösen sich die Wasserteilchen sehr schnell auf und man sieht gar nichts. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit können Kondensstreifen auch mal über mehrere Stunden am Himmel bleiben bis sie durch Luftströmungen in ein Gebiet trockenerer Luft geschoben werden. Je nach Luftbewegung können Kondensstreifen quasi jede Form annehmen, vorausgesetzt sie bleiben lange genug erhalten.

 

Quellen:

http://www.airliners.de/warum-chemtrails-kondensstreifen-antworten-cockpit/34692

https://weather.com/de-DE/wissen/wetterlexikon/news/kondensstreifen-so-entstehen-die-kunstlichen-wolken

Warum sind Wolken weiß oder auch grau?

Weiße Wolken in einem blauen Himmel. So stellt man sich einen traumhaften Sommertag vor. Aber warum sind Wolken eigentlich weiß oder im Fall von Regenwolken auch grau?

Dazu müssen wir erst einmal verstehen, was die Farbe weiß eigentlich ist. Sie ist nämlich eine Überlagerung aller Farben des Spektrums der Sonne. Sonnenlicht ist somit auch weißes Licht. Genau dieses Sonnenlicht ist es auch, dass den Wolken ihre Farbe gibt. Fällt das Sonnenlicht nämlich auf eine Wolke, die ja bekanntlich aus sehr vielen, sehr kleinen Wassertropfen besteht, so wird das weiße Licht an diesen Tropfen in alle Richtungen gestreut. Die Wolke sieht also erst einmal von allen Richtungen weiß aus. Was passiert aber in einer Regenwolke, so dass sie grau bis fast schwarz erscheint?

Das Licht, das an den Tropfen in der Wolke gestreut wird muss natürlich trotzdem noch irgendwie durch die Wolke zu unserem Auge gelangen, damit wir es sehen können. Je dichter eine Wolke wird und je größer die Wassertropfen darin werden, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein Lichtstrahl eine Wolke komplett durchdringt und von unserem Auge gesehen werden kann. Die Intensität des Lichts, das Regenwolken durchdringt ist also deutlich abgeschwächt. Das Resultat ist eine graue bis hin zu einer fast schwarzen Wolke.

Bildlich kann man sich das Ganze etwa wie folgt vorstellen: Die Tröpfchen in einer Wolke fungieren wie sehr kleine Spiegel, die das eintreffende Licht in eine zufällige Richtung reflektieren (streuen). Bis zu einer gewissen Wolkendichte ist es sehr wahrscheinlich, dass zumindest ein Teil des eintreffenden Lichts trotz mehrfacher Spiegelung am Ende durch die Wolke gelangt. Je mehr Wassertropfen in einer Wolke sind und je größer diese werden, desto unwahrscheinlicher ist der Fall, dass ein Strahl die Wolke durchdringt und die Wolke erscheint grau.

Warum werden unsere Haare im Alter grau?

Viele Menschen haben Angst vor grauen Haaren, Andere sehen sie als Zeichen der Weisheit. Vermeiden lassen sich graue Haare im Alter nicht. Aber was passiert mit unseren Haaren, damit sie grau werden.

Für die Farbe unserer Haare ist das so genannte Melanin verantwortlich, ein Farbpigment, das von Pigmentdrüsen an der Haarwurzel gebildet wird und beim Wachstum in die Hornschichten der Haare eingelagert wird. Das Grauwerden der Haare ist eine Folge der Funktionsrückbildung der Pigmentdrüsen. Wird nicht mehr genug Melanin produziert, werden stattdessen kleine Luftbläschen in die Hornschichten der Haare eingelagert. Optisch sehen die Haare dadurch grau bzw. weiß aus. Die Rückbildung kann mehrere Ursachen haben. Ganz natürlich ist eine Rückbildung mit zunehmendem Alter. Die Leistung der Drüsen nimmt mit dem Alter ab. Die Folge sind graue Strähnen bis hin zum völligen Verlust der Haarfarbe. Aber auch andere Faktoren wie Stress, Rauchen oder schwere Erkrankungen können den Verfall der Pigmentdrüsen voranschreiten lassen. Zusätzlich ist das Grauwerden der Haare aber auch genetisch bedingt. Es gibt gesund lebende Menschen, die mit 30 Jahren schon graue Haare bekommen, ebenso gibt es sechzigjährige mit noch völlig natürlicher Haarpracht. Man kann den Prozess somit nur bedingt beeinflussen, eine ausgewogene Ernährung und ein stressarmes Leben können die Haaralterung allerdings verzögern.

Im Übrigen treten graue Haare meistens als ersten im Bereich der Schläfen oder bei Männern im Bart auf. Die Wachstumsrate der Haare ist an diesen Stellen am schnellsten. Die Pigmentdrüsen sind dadurch an diesen Stellen auch am meisten beansprucht.

 

Quellen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/graue-haare.html

http://www.weltderwunder.de/artikel/warum-bekommen-wir-graue-haare