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Bringt es etwas Eier abzuschrecken?

Ein Frühstücksei, das sich nicht schälen lässt, ist echt nervig. Angeblich soll es ja helfen, die Eier direkt nach dem Kochen mit kaltem Wasser abzuschrecken. Aber bringt das wirklich was?

Tatsächlich bringt es nicht so viel, wie oft behauptet wird. Es sind nämlich mehrere Faktoren dafür verantwortlich, ob sich ein Ei gut schälen lässt oder nicht. In erster Linie ist das das Alter des Eis. Frische Eier lassen sich in der Regel schlechter schälen, als bereits mehrere Tage gelagerte. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass auch das nicht zu 100% verlässlich ist. Ich habe auch schon Eier direkt vom Bauern aus dem Stall geholt und sie ließen sich gut schälen.

Aber zurück zum Abschrecken. Was bewirkt das eigentlich?

Wird ein Ei aus kochendem Wasser geholt, hat es in etwa die Temperatur des Wassers angenommen, also vermutlich etwas unter 100 °C. Wenn jetzt das kalte Wasser aus der Leitung (ca. 20°C) auf das Ei trifft, zieht sich die Schale und die darunter liegende Haut zusammen. Bei ganz frischen Eiern, bei denen die Haut noch sehr stark mit dem Eiweiß verbunden ist, passiert dadurch leider gar nichts. Hat sich die Haut allerdings an manchen Stellen schon etwas gelöst, so kann sie sich durch das Zusammenziehen auch an anderen Stellen ablösen und das Abschrecken hat in diesem Fall tatsächlich einen positiven Effekt auf das „Schälverhalten“. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ei gerade in so einem Zustand ist, ist allerdings relativ gering. In den meisten Fällen ist die Haut entweder schon komplett gelöst oder eben gar nicht. Beides bedeutet, dass Abschrecken keinen Einfluss hat.

Einen Vorteil hat Abschrecken aber noch. Wenn weich gekochte Eier aus dem heißen Wasser genommen werden, garen sie durch die hohe Eigentemperatur auch außerhalb des Wassers weiter. Um den perfekten Garpunkt zu erhalten (vorausgesetzt man ist Eierkoch-Profi und weiß genau wann das Ei raus muss), muss das Ei abgeschreckt werden, um durch die Abkühlung das Weitergaren zu verhindern.

Wenn man hart gekochte Eier länger lagern will, sollte man aber auf Abschrecken verzichten. Durch das schlagartige Abkühlen können feine Risse in der Schale des Eis entstehen. Diese Risse erleichtern es Keimen in das Ei einzudringen und die Haltbarkeit wird deutlich reduziert.

 

Quellen:

https://www.stern.de/genuss/essen/eier-abschrecken—bringt-kaltes-wasser-ueberhaupt-etwas–6415752.html

https://eatsmarter.de/ernaehrung/ernaehrungsmythen/muss-eier-abschrecken

Warum werden in Franken Osterbrunnen geschmückt?

Wer über die Ostertage durch die fränkische Schweiz fährt, sieht sie in fast jedem Ort: Osterbrunnen. Mit etlichen bunten Eiern, Schleifen und Zweigen sind sie geschmückt und laden nicht nur fränkische Wanderer und Durchreisende zum Anhalten und Staunen ein. Aber woher kommt eigentlich der Brauch, dass zu Ostern die Brunnen geschmückt werden?

Tatsächlich hat dieser Brauch seinen Ursprung in Franken und ist auch vor allem dort bis heute verbreitet. Ausschlaggebend dafür, dass gerade Brunnen geschmückt werden, ist das Wasser, dass früher vor allem aus solchen Brunnen geholt wurde. Dem Wasser, dass über Ostern geholt wurde, wurde eine besondere Wirkung zugesprochen. Das heilige Osterwasser wurde zur Reinigung der Wohnung, zum Waschen oder auch zum Trinken genommen. Durch die jeweilige Anwendung galt der Ort oder die Person als geheiligt und gereinigt. Durch dieses Ritual wurde dem Brunnen, aus dem das Wasser stammte, eine besondere Ehre zu teil. Um das hervorzuheben wurden die Brunnen bunt verziert. Durch flächendeckende Wasserleitungen in die Orte flachte dieser Brauch deutlich ab, bis er später als schönes Ritual wieder aufgenommen wurde.

So kommt es, dass bis heute um die Osterzeit Brunnen in Franken mit viel Aufwand festlich dekoriert werden. Wer möchte kann mittlerweile sogar organisierte Tagesreisen zu den schönsten Brunnen unternehmen.

 

Quellen:

https://www.fraenkische-schweiz.com/de/erleben/sehenswert/osterbrunnen/

https://www.ecowoman.de/freizeit/heimat/brauch-osterbrunnen-schmuecken-in-der-fraenkischen-schweiz-2309

Wieso gibt es zu Ostern (bunte) Eier?

Neben dem Hasen ist das Ei wohl das bekannteste Symbol für Ostern. Um diese Zeit gibt es sie in allen Farben sowohl als echte Eier, als auch aus Schokolade oder zur Dekoration in den verschiedensten Varianten. Aber warum ist das Ei das Symbol für Ostern?

Das Ei steht im allgemeinen, ebenso wie der Hase, für die Fruchtbarkeit und das Leben und zwar schon länger als es das Christentum und damit Ostern gibt. Vor der Zeit des Christentums wurde zu ähnlicher Zeit bereits mit einem Fest der Frühling eingeläutet. Auch der Frühling steht für Fruchtbarkeit und Neuanfang und somit war es bereits damals Brauch, sich zu diesem Anlass gegenseitig Eier zu schenken. Als das Christentum dann die Auferstehung Jesu mit dem Frühlingsfest zu einem Osterfest vereinte, blieben Teile dieser Traditionen trotz anfänglichen Widerstands der Kirche erhalten. Auch die Färbung der Eier wurde eingeführt. Anfangs wurden die zu verschenkenden Eier nur rot gefärbt, was für das Blut Christi stand, bis irgendwann andere Farben mit jeweils anderen Bedeutungen dazu kamen. Heutzutage werden Eier in allen Farben und Mustern verziert und damit beispielsweise Sträucher oder die bekannten Osterbrunnen geschmückt.

Ein weiterer Zusammenhang der Eier mit Ostern ist durch die vorangehende Fastenzeit gegeben. Während der Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden. An Ostern, welches die Fastenzeit beendet, hatten die Leute Lust endlich wieder Eier zu essen. Außerdem haben sich während dieser Zeit natürlich reichlich Eier angesammelt, die dann gemeinsam zum Essen oder die genannten Rituale verwendet werden konnten.

Mit den Schokoladeneiern ist es genauso, wie mit den Schokoladenhasen. Die Süßwarenindustrie hat hier ein lukratives Geschäft erkannt und konsequent umgesetzt.

 

Quellen:

https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/ostern/ostereier-brauch-bedeutung.html

https://www.wissen.lauftext.de/die-natur/die-zeit/warum-gibt-es-an-ostern-eier_.html

Warum juckt ein Mückenstich?

Der Sommer ist da! Mit ihm kommen leider auch immer die ungeliebten Stechmücken zum Vorschein. Jeder kennt die Entscheidung für die abendliche Grillparty: Kurze, sommerliche Kleidung mit der wahrscheinlichen Folge von einigen Mückenstichen oder lange Klamotten, um den Mücken möglichst wenig Angriffsfläche zu geben. Doch warum jucken Stiche von Mücken eigentlich und was hilft am besten dagegen?

Zuerst einmal zur Ursache des Juckens. Mücken sondern beim Stechen ein speichelähnliches Sekret ab, das die Gerinnung des Blutes verlangsamt. So können sie in aller Ruhe das Blut saugen, das sie im Übrigen für die Produktion von Eiern brauchen und nicht als Nahrung, wie oft angenommen. Das ist auch der Grund, warum nur weibliche Mücken stechen. Der Mückenspeichel wird von unserem Körper als Fremdstoff erkannt und eine automatische Abwehrreaktion tritt in Kraft. An der Stelle des Stiches wird Histamin freigesetzt, dass eine Art allergische Reaktion auslöst. Folge ist eine Rötung der Stelle, verbunden mit einer leichten Schwellung und einem Juckreiz. Die Stärke der Reaktion ist grundsätzlich von der Menge an abgesondertem Speichel abhängig, jeder Mensch reagiert aber unterschiedlich stark auf Stiche.

An der Aussage: „Kratzen macht es nur schlimmer“ ist übrigens etwas dran. Durch kratzen wird das Histamin unter der Haut großflächig verteilt. Dadurch wird wiederum eine weitere Ausschüttung angeregt und die Reaktion des Körpers verstärkt sich. Um das Jucken minimal zu halten sollte die Einstichstelle gekühlt werden. Kälte wirkt lindernd auf Entzündungen und schwächt die Reaktion ab. Das allseits bekannte auftragen von Speichel auf einen Stich hat ebenfalls einen kühlenden Effekt und kann somit das Jucken abschwächen.

 

Quellen:

http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Warum-juckt-ein-Mueckenstich-article3594551.html

http://www.rp-online.de/panorama/wissen/wie-lange-und-warum-jucken-mueckenstiche-ein-dermatologe-erklaert-aid-1.1624817